Versagen und Verzagen

Veröffentlicht am Veröffentlicht in Resilienz für mich selbst, Resilienz für unsere Mitarbeiter, schäfer

In meinem Leben begegnen mir viele Lehrer, die mir wertvolles aufzeigen. Meine Enkelkinder sind dabei manchmal meine größten Lehrer. Schule, Noten, Stress mit Lehrern und Freunden oder Coolness – das kennen alle Eltern von ihren schulbesuchenden Kindern. Die Jüngeren erinnern sich noch an ihre eigene Schulzeit und deren Herausforderungen.

Was hat das Ganze mit Resilienz zu tun?

  • Fehler, Scheitern, Versagen – das gehört zum Leben und oft sammeln wir während unserer Schulzeit die ersten unvermeidlichen Erfahrungen dazu.
  • Sich davon runterziehen lassen, Aufgeben, Verzagen – das kann eine mögliche Schlussfolgerung und Reaktion darauf sein.

Versagen

…das kann jedem passieren!

Schauen wir mal mit ein wenig kultureller Distanz drauf: Was bedeutet es in unserer Kultur zu versagen. Die heutigen Verhältnisse in deutschen Schulen bieten teilweise nicht nur Chance zu versagen, teils scheinen Durchfallquoten geradezu angestrebt (aussieben). Mit diesem Versagen fertig zu werden, ist eine Herausforderung. Nur durch Erfahrung von Versagen wird aber auch die Fähigkeit entwickelt, das zu bewältigen. Wer nie klein scheitert, wird irgendwann einmal groß scheitern – unvorbereitet: „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans sehr sehr schwer“.

Angst vorm Scheitern

Angst in Maßen beflügelt – zu viel davon lähmt.

Was haben wir von unseren Eltern dazu mit auf den Weg bekommen? Die Transaktionsanalyse nennt es Einschärfungen („bloß nicht, sonst“). Interessant wird es jedoch, wenn wir in andere Kulturen schauen. In der Kultur der USA ist – historisch geprägte – Scheitern kein Drama, eher eine wertvolle Lernerfahrung. Es gilt dabei, wieder aufzustehen, neu zu beginnen!

Sicher nicht das einzige Beispiel, dass kulturelle Normen den Rahmen bieten für eine Angst vorm Scheitern.

Verzagen

…kommt gar nicht in Frage!

Meine Zeit in Südafrika vor dem Abtritt des Apartheid-Regimes hat mir Einblicke in Lebensverhältnisse erlaubt, die weit mehr Anlass zum Verzagen boten. Dennoch haben sich die angestammten Einwohner immer stärker in eine Richtung bewegt, auch durch Nelson Mandela verkörpert und gelebt, was uns heute mit vielen positiven Veränderungen beeindrucken und ermutigen kann.

Kinder brauchen unsere Unterstützung, um nicht zu verzagen. Auch Erwachsene können – so meine Erfahrungen in berufsorientiertem Coaching – ins Verzagen kommen, jedoch auch den Weg zu neuen Perspektiven finden.

Ein Gedanke zu „Versagen und Verzagen

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