Schlafstörungen und Zeitmanagement

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Schlafen Sie gut? Am 5. Februar 2016 berichtet 3Sat („Die Schlaflose Gesellschaft“) über ein gut ignoriertes Thema: jede/r Zweite leidet unter Schlafstörungen. Was hat das mit Resilienz (ganz essenziell: „klarkommen mit was auch immer“) zu tun? Schläft man besser, wenn man mit starker Resilienz ausgestattet ist – vom „Dicken Fell“ bis zur guten Verarbeitung der widrigen Umstände? Schwächen in anderer Richtung Schlafstörungen unser psychophysisches Immunsystem? Beides trifft zu, auch wenn es sicher nur eine Frage der Zeit und Umstände ist, bis eine an sich starke Resilienz zernagt wird.

Die Lösung: Schlafmittel – auch in „Nahrungsergänzungsmitteln“ – wirklich? Nebenwirkungen, drohende Abhängigkeit, … – alles nachgewiesen.

Alternativen sind auf drei Ebenen denkbar:

  • Therapie: Psychotherapie, Magnetfeldtherapie, Schlaftherapie, …
  • Prävention: Arbeitsbedingungen können die Grenzen persönlicher Resilienz leicht sprengen: Schichtarbeit, Wechselschicht, Überforderung, Stress … – Verhältnisprävention! Gute Bedingungen, aber noch keine hinreichende Bedingung.
  • Verhaltensorientierte Prävention: Was tue und wie verhalte ich mich: Verzicht auf abendlichen Medienkonsum, Meditation, zuträglicher arbeiten – ein aktuelles Beispiel:

Ein außerordentlich deutliches Resultat meldete jüngst ein Teilnehmer meines Zeitmanagement-Seminars: „Ich habe regelmäßig nur bis 3 Uhr geschlafen, danach wach gelegen mit Gedanken an den nächsten Arbeitstag. Seit ich die Planungstechniken aus Ihrem Seminar anwende, hat sich das schlagartig gebessert: ich schlafe länger und tiefer.“ Die wichtigste Arbeitstechnik war: Aufgaben und Vorhaben für den nächsten Tag aufschreiben = aus dem Kopf herausbringen, was mich als Gedankenkino beschäftigt.

Das ist zwar nicht alles und auch kein Allheilmittel, aber ein Baustein, der zeigt: Entscheidend ist, wie wir unserem Geist ermöglichen, in die Reproduktion zu kommen. Schlaf bedeutet: Pause für unsere Wahrnehmungssysteme, Entspannung unseres Muskelapparates, Ausgleich des sympathischen mit dem parasympathischen Nervensystem. Wer das nicht mehr hat, ist in Gefahr, seine Lebensqualität zu verlieren, am Ende verkürzte Lebenserwartung. Die Veränderung stressender Lebensumstände ist die Ultima Ratio, Davor gibt es Einiges, was man tun kann.

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