Parkinson stärkt Selbstwirksamkeits-Überzeugung

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Das hier gemeinte Parkinsonsche Prinzip hat nichts mit der gleichnamigen Erkrankung zu tun. Vielmehr beruht es auf einer Untersuchung, wie lange bestimmte Aufgaben dauern.

Wenn Sie meinen vorangehenden Blog gelesen haben (Sebstwirksamkeitsüberzeugung) – gut, dann verstehen Sie diese Fortsetzung besser.

Wenn Sie es wie dort empfohlen gemacht haben und die von Ihnen gesetzte Maximalzeit beherzigt haben, haben Sie möglicherweise folgendes erfahren:

  • Sie arbeiteten fokussierter auf die Ergebnisse hin, die in der festgelegten Maximalzeit zu erreichen sind.
  • Sie haben sogar mehr erreicht als erwartet.
  • Sie hatten einen viel höheren „Drive“.
  • Andere haben anders auf Sie reagiert („den/die darf man gerade nicht stören“ o.ä.)
  • Sie haben den „Druck“ vielleicht sogar genossen – sportlich versteht sich.

Vielleicht haben Sie sogar Lust gehabt, länger daran zu arbeiten, weil es gerade so gut läuft - ? Natürlich dürfen Sie jederzeit über Verlängerung neu entscheiden! Aber wahren Sie bei aller Flexibilität Ihre Prioritäten und im Überblick, wie Sie Ihren Tag real weiter gehen!

Wie steht es nun mit Ihrem Gefühl, etwas erreichen zu können, etwas zu schaffen, zu bewirken?

Gut, dann halten wir das fest, bevor die innere Diskussion losgeht… Tatsächlich ist dieser Tipp nur ein kleiner Baustein und nicht alles. Aber auch ein Haus besteht aus vielen einzelnen Bausteinen. Bleiben wir also lieber am Ball:

Warum funktioniert das?

  • Ganz praktisch führt auch eine gute Arbeitstechnik zu mehr innerer Stärke. Das spürbare Erfolgsgefühl stärkt natürlich. Und nichts macht erfolgreicher als Erfolg.
  • Wenn wir uns Limits setzen, arbeiten wir zielstrebiger – mit Stress hat das gar nichts zu tun.
  • Anderen gegenüber signalisieren wir subtil diese Zielstrebigkeit und Unablenkbarkeit – so begegnen wir tatsächlich weniger „Störenergien“.

Zwei weitere Aspekte spielen mit hinein:

  1. Wir müssen das real erleben, nicht nur intellektuell verstehen oder in einem Seminar einüben. Wissen allein kann ohne Umsetzung sogar frustrieren: was weiß man nicht alles, was gut wäre! Und: Vom Reden allein wird der Reis nicht gekocht (chinesisches Sprichwort)
  2. Sie haben es nun selbst herausgefunden, eigentlich brauchen Sie meine Erklärungen gar nicht. Auch das können Sie also schaffen! Noch mehr „Selbstwirksamkeitsüberzeugung“! Was noch können Sie sich erschließen und Ihr Leben besser in den Griff bekommen!

Hätte ich Ihnen die Erklärung, warum diese Arbeitstechnik Ihre Selbstwirksamkeitserwartung stärkt, gleich mitgeliefert, was wäre geschehen? Sie hätten es auf der Denk-Ebene abgespeichert, es mit „naja ist ja schon klar“ kommentiert und vielleicht bestenfalls organisatorisch mal umgesetzt.

Hier haben wir den Unterschied zwischen bloßem Bewusstsein und einer „Ein-Sicht“ oder „Er-Kenntnis“: mit dem praktischen Anwenden, Ausprobieren ist es nicht mehr nur in der linken Hirnhälfte angekommen, wird erkannt, bewertet – fertig. Vielmehr erreicht es durch die Umsetzung mit dem Resultat einer realen Erfahrung die Ebene der Erinnerung beim nächsten Vollzug der verbundenen Handlung. Voila – da wollen wir mit Ihnen hin: Do It.

Okay, keine weiteren Erklärungen von mir nötig. J

Übrigens sagt das Parkinsonsche Prinzip, dass eine Aufgabe im Wesentlichen so lange dauert, wie man ihr Zeit gibt. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen dynamischen Tag.

Was außer den hier besprochenen Limits stärkt noch Ihre Selbstwirksamkeitserwartung/-überzeugung? Spekulieren Sie! Experimentieren Sie! Teilen Sie Ihre Erfahrungen hier!

Ein Gedanke zu „Parkinson stärkt Selbstwirksamkeits-Überzeugung

  1. Verblüffend – Zeiten schätzen kannte ich schon, aber erst mit dieser Konsequenz kommt Zug in den Tag – Danke!

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